der
Irrgarten deiner Illusionen
Wie schön es ist im Irrgarten deiner
Illusionen, wie gut es duftet nach
Phantasie und Sehnsucht, die sich
nicht begnügt mit dem Möglichen.
Noch hat die Hitze der Entbehrung
sein üppiges Gras nicht verbrannt,
hat der Hagel der Enttäuschung seine
bunten Blumen nicht geknickt, noch
können die Bäume flüstern und ihre
Früchte schmecken nach ewiger Freude.
Lass sie nicht ein, die ernsten,
forschen Gärtner mit den Sicheln
und Heckenscheren, den Sägen
und Äxten, die gerade Wege
anlegen wollen, damit niemand
sich mehr in dir verirrt. Sie
wissen nicht, was Schönheit ist.
Lass nur jene in dein Labyrinth, die
Hoffnung in den Händen tragen und
Zärtlichkeit in ihren Augen, die Tage
nicht nach Stunden messen und
ihr Herz öffnen dem Zauber hinter
den Erscheinungen und dabei ganz
vergessen, den Ausgang zu suchen.
‘Verfasser mir unbekannt’

